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Deutsch-dänisches Treffen in Maribo/Lolland/DK

Ein Reisebericht von Monika Emken: Am 3. September startete morgens die Fahrgemeinschaft in Oldenburg in Richtung Puttgarden. Dort trafen wir auf die gutgelaunte Eutiner Gruppe. Alle waren gut durchgekommen, obwohl Sonnabende als Bettenwechseltage in Dänemark gefürchtet sind, aber die Hauptsaison ist gelaufen und das Leben in Ostholstein normalisiert sich wieder.

Auf der Fähre fanden dann ausführliche fröhliche Wiedersehensgespräche statt. Nach pünktlicher  Ankunft in Rödby ging es zurück in die Autos und zur 1. Tankstelle gleich hinter der Grenze. Dort wartete schon Sören mit ausgebreiteten Armen und  mit einigen Dänen auf uns. Seine kurzen Hosen und kurzen Ärmel verrieten eine gute Wettervorhersage und so kam es auch, Sonnenschein den ganzen Tag.

Unser Ziel war Maribo auf Lolland. Wir begannen mit einer Bootstour auf dem südlichen großen See im Ort. und vorbei an vielen Inseln. Ein deutlich und langsam sprechender Kapitän berichtete über die Natur, die Vogelarten, speziell den Seeadler, Pflanzen, die Geschichte dieser Gegend und gab uns das gute Gefühl, die dänische Sprache schon gut zu können.

Versorgt mit leckeren frisch geschmierten Brötchen und Getränk nach Wahl absolvierten wir 1 Std. Rundtour und landeten wieder am Ausgangspunkt und der wichtigsten Sehenswürdigkeit, der birgittischen Klosterkirche, ehemaligem Nonnenkloster/ Pfarrkirche und Dom von beeindruckender Größe und in allerbestem renoviertem Zustand. Leider hatten die Dänen keine Führung arrangieren können , aber eine mitreisende Dänin, die früher Stadtführungen machte, versorgte uns mit Flyern und wichtigen Informationen. Wir hatten gut Zeit, in der Kirche herumzugehen und in Ruhe alle Details anzusehen.

Danach ging es zur Miniby, Maribos Häuser 1 : 10 nachgebaut von handwerklich begabten Ehrenamtlern. Hier wurden wir mit einem übereifrigen Guide konfrontiert, der auch nach dreimaligem Bitten nicht gewillt war, langsamer zu sprechen. Dieser dänische Wortschwall ergoss sich pausenlos über uns und bewirkte, dass viele einen Solorundgang vorzogen oder sich einfach auf einer Sitzgelegenheit niederließen und sich sonnten. Diese Episode kratzte am sorgsam aufgebauten Gefühl der erworbenen Sprachkenntnisse, man konnte es aber leicht wieder wettmachen durch die vielen Gespräche mit den dänischen Freunden den ganzen Tag über.

Zum krönenden Abschluss fuhren wir zum Café „Vin og bröd“, einer Kombination aus Café, Restaurant, Bäckerei und Weinhandel, gemütlich, originell und modern eingerichtet, so dass es sehr viel zu sehen und zu fotografieren gab. Serviert wurden Wienerbröd, ähnlich unseren Kopenhagenern mit Kaffee oder Tee. Viele Dänen schafften 2 Stück Kuchen, wir jedoch mussten nach 1 Stück dieser supersüßen Leckerei passen.Natürlich konnten für Zuhause nach Herzenslust Brot und Kuchen erstanden werden.

Ausgiebig wurde Abschied genommen, ein wichtiger stets einzeln aufgeführter Programmpunkt für die Dänen, und die Fahrzeuge setzten sich dann, wieder angeführt von Sören und Birte,  in Richtung Rödby in Bewegung. Ein ausgesprochen schöner, abwechslungsreicher und lehrreicher Tag lag hinter uns, der seine Fortsetzung und Besprechung auf einem Fotoabend im Dezember in der vhs Oldenburg finden wird.